Illustration Waldkauz

Waldkauz

(Strix aluco)

Größe: 37 – 43 cm groß
Gewicht: 330 – 630 g
Familie:  Eulen (Strigiformes)
Balzzeit: Herbst – Spätwinter Brutzeit: April – Juni
Bestand: stabil
Schutzstatus:

Wusstest du, dass

Waldkäuze ihre Beute nicht sehen, sondern vor allem hören? Ihr Gehör ist so präzise, dass sie selbst im völligen Dunkel Bewegungen auf wenige Millimeter genau orten können.

Wohn- und Schlafzimmer:

Der Waldkauz ist eine der am weitesten verbreiteten Eulenarten Europas. Er bevorzugt lichte Laub- und Mischwälder mit alten Bäumen, die ihm Bruthöhlen und Verstecke bieten. Besonders gerne lebt er an Waldrändern und in der Nähe von offenen Flächen, auf denen er jagen kann. Mittlerweile findet man ihn jedoch auch in Parks, großen Gärten und sogar auf Friedhöfen – überall dort, wo ausreichend Nahrung und geeignete Nistplätze vorhanden sind.

Esszimmer

Waldkäuze sind nachtaktiv und beginnen ihre Jagd kurz nach Einbruch der Dunkelheit. Mit ihren breiten, gerundeten Flügeln können sie nahezu lautlos fliegen. Hauptsächlich ernähren sie sich von Mäusen und anderen Kleinsäugern. Je nach Jahreszeit stehen aber auch Vögel, Frösche, Insekten, Regenwürmer oder andere Kleintiere auf dem Speiseplan.

Nachbarschaft

Der Waldkauz ist standorttreu und bleibt meist sein ganzes Leben in einem festen Revier. Dieses umfasst in der Regel etwa 20 bis 30 Hektar – also rund 30 bis 40 Fußballfelder. Er verteidigt sein Gebiet energisch, besonders während der Brutzeit, in der er andere Waldkäuze mit Drohgebärden und lautem Rufen vertreibt.

Winterzeit

Der Waldkauz kennt sein Revier sehr gut. So kann er auch in der kalten Jahreszeit genügend Nahrung und geschützte Ruheplätze finden.

Kinderstube

Die Brutzeit beginnt ab Februar. Das Weibchen legt zwei bis vier Eier und brütet sie etwa 28 bis 30 Tage lang allein aus, während das Männchen für Nahrung sorgt. Die Küken schlüpfen blind, öffnen nach rund zwei Wochen die Augen und verlassen nach etwa einem Monat das Nest. In dieser sogenannten „Ästlingsphase“ sitzen sie bereits außerhalb der Bruthöhle, können aber noch nicht fliegen. Ihre Eltern versorgen sie weiterhin mit Nahrung, bis sie im Alter von etwa drei Monaten selbstständig sind.

Hochzeit

Die Balzzeit beginnt im Herbst und Winter. Dann ertönen die charakteristischen Rufe des Waldkauzes – das „Huh-hu-hu“ des Männchens gilt als einer der typischen Nachtlaute heimischer Wälder. Waldkauzpaare bleiben meist ein Leben lang zusammen. Außerhalb der Brutzeit leben sie zwar getrennt, halten sich jedoch im selben Revier auf.

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