Größe: 60 – 90 cm Körperlänge & ca. 40 cm Schulterhöhe
Gewicht: ♂: 5 – 10 kg, ♀: 4 – 8 kg
Familie: Hundeartige (Canidae)
Paarungszeit: Januar – Februar
Setzzeit: März – April
Bestand: ungefährdet bzw. zunehmend
Schutzstatus: –
Statt selbst zu graben, nutzt der Rotfuchs bestehende, unterirdische Baue – häufig verlassene Dachsbaue –, die er erweitert und ausbaut. Diese sicheren Rückzugsorte dienen ihm im Winter zur Tagesruhe und im Frühjahr zur Aufzucht seiner Jungen. Im Sommer findet man ihn auch an geschützten Plätzen oberirdisch ruhend. Dank seiner hohen Anpassungsfähigkeit besiedelt der Fuchs unterschiedlichste Lebensräume, darunter Wälder, Felder, Küstenregionen, Gebirgslandschaften und Stadtränder.
Die Hauptaktivität des Fuchses liegt in der Dämmerung und Nacht. Als Beutegreifer und Allesfresser passt er seine Nahrung flexibel dem Angebot an. In urbanen Gebieten findet er Abfälle oder Nahrungsreste, während er in Feld- und Waldgebieten vor allem Mäuse erbeutet. Gelegentlich jagt er auch Kaninchen. Pflanzliche Nahrung wie Früchte und Beeren ergänzt seinen Speiseplan.
Andere Tierarten toleriert der Rotfuchs in seiner Umgebung. Gelegentlich teilt er sich sogar einen Bau mit dem Dachs. Man nennt diese Wohngemeinschaft „Burgfrieden“.
Der Winter bedeutet für den Fuchs keine Ruhephase. Auch bei Schnee und Frost bleibt er aktiv, wobei die Mäusejagd in dieser Zeit eine zentrale Rolle spielt. Sein Gehör ist exzellent: er hört eine Maus auch noch durch 30 cm tiefen Schnee. Um sie zu schnappen, vollführt der Fuchs einen Kopfsprung in den Schnee.
Im Frühjahr bis Anfang Mai bringt die Fähe meist drei bis fünf Welpen zur Welt. Bei der Geburt sind diese blind, wiegen etwa 100 Gramm und sind vollständig auf die Fürsorge der Mutter angewiesen. Das zunächst graubraune Fell entwickelt sich im Verlauf der ersten Lebensmonate zu dem charakteristischen rot-orangen Haarkleid.
Zwischen Januar und Februar beginnt die Paarungszeit, die sogenannte Ranz. In dieser Phase können lange Annäherungsrituale beobachtet werden, die teilweise sowohl aggressiv als auch spielerisch verlaufen. Bei Auseinandersetzungen zwischen Fuchsrüden ertönt das typische „Ranzbellen“.