Egal, ob beim winterlichen Skifahren mit Freundinnen und Freunden, beim Wandern mit der Familie oder beim einsamen Ausritt in der Natur – Naturerfahrungen sind individuell und müssen verschiedenen Ansprüchen gerecht werden. Die Natur und die Jahreszeiten im Wandel zu erleben, ist auf viele Weisen möglich: zu Fuß, in der Luft, auf dem Pferd, mit Skiern oder Schneeschuhen, an der Kletterwand oder auf dem Fahrrad.
Unsere bewusstWild-Verhaltenstipps können dir helfen, ein unvergessliches Naturerlebnis zu haben und gleichzeitig unsere Tier- und Pflanzenwelt zu schützen.
Solange du dich auf Wegen, markierten Routen und Pisten befindest, bleibst du für Wildtiere vorhersehbar und vermeidest stressvolle Fluchtreaktionen.
Tipp: Auch dein Hund zählt dazu – bitte immer anleinen, damit er keine Gefahr für Wildtiere wird.
Stell dir einfach vor: Für Wildtiere sind Wald und Wiese Ess- und Schlafzimmer zugleich. Besonders in der Dämmerung und nachts brauchen sie ungestörte Zeit, um Nahrung zu suchen oder um sich auszuruhen.
Tipp: Plane deine Ausflüge am besten tagsüber.
Auf deiner Tour können besonders geschützte Gebiete für Wildtiere liegen (z. B. Wildruhe- oder Naturschutzgebiete). Halte dich an deren Regeln und akzeptiere (kurzzeitige) Sperrungen – sie dienen dem Schutz der Natur und der Sicherheit.
Tipp: Nicht alle Tourenplanungsplattformen weisen auf Naturschutzregelungen hin (leider). Auf der Seite der LUBW findest du jedoch alle Schutzgebiete Baden-Württembergs inklusive ihrer Verordnungen.
Fackelwanderungen oder Touren mit Stirnlampen sind für uns ein faszinierendes Erlebnis – für Wildtiere können sie jedoch Stress bedeuten. Viele Tiere ruhen tagsüber und werden erst nachts aktiv. Sie suchen Nahrung, gehen jagen oder auf Partnersuche.
Eine Studie aus dem Südschwarzwald zeigt, wie sich Wildtiere an den Menschen anpassen. Mithilfe von Sendern an Rothirschen wurde nachgewiesen: Tagsüber meiden die Tiere stark frequentierte Bereiche wie Wanderwege oder Loipen. Nachts hingegen, wenn kaum Menschen unterwegs sind, suchen sie direkt an den Wegen nach Nahrung.
Wildtiere rechnen nachts nicht damit, Menschen zu begegnen. Wenn wir nachts draußen unterwegs sind, können wir Unruhe in die Natur bringen und bei Wildtieren eine Fluchtreaktion auslösen. Diese Flucht kostet viel Energie, was besonders im Winter und während der Brut- und Aufzuchtzeiten herausfordernd ist. Hier stehen den Tieren nur reduzierte Energiereserven zur Verfügung, die schwerer wieder aufgefüllt werden können. Werden ruhige Dämmerungs- und Nachtzeiten zur Nahrungsaufnahme gestört, kann es zu Energieengpässen und im Extremfall zum Verhungern einzelner Tiere kommen.
Unser Tipp: Verzichte in der Dämmerung und Nacht auf Outdoor-Aktivitäten mit Lichtquellen – so erleichterst du Wildtieren das Überleben.
Menschen, die sich abseits markierter Wege bewegen – insbesondere mit nicht angeleinten Hunden – können erhebliche Auswirkungen auf Wildtiere haben. Schon das kurze Verlassen der Wege kann Stress auslösen, weil wir uns so nicht berechenbar für Wildtiere verhalten.
Teilweise bemerken wir gar nicht, welche Auswirkungen unsere Querfeldein-Bewegung hat. Wie bei uns Menschen, kann Stress auch bei Wildtieren zu körperlichen Reaktionen führen. Beispiele hierfür sind die Ausschüttung von Stresshormonen oder ein erhöhter Herzschlag. Diese sind für das Tier anstrengend und können bei langanhaltender Dauer andere wichtige Körperfunktionen, wie z.B. die Immunabwehr oder Fortpflanzungsprozesse, hemmen. Das chronisch gestresste Tier wird also geschwächt.
Zusätzlich werden abseits der Wege gelegene Rückzugsräume gestört, in denen sich Wildtiere erholen oder Nahrung suchen. Häufige Störungen führen dazu, dass Tiere ihre Aktivitätszeiten verlagern oder bestimmte Bereiche ganz meiden. Das kann langfristig ihre Überlebenschancen und den Fortpflanzungserfolg verringern.
Zu bedenken ist außerdem, dass bereits eine sichtbare Spur (im Schnee oder im hohen Gras) Nachahmer verleiten kann, der Spur zu folgen. Du kannst ein gutes Vorbild sein. Wenn du auf den Wegen bleibst, passen sich Wildtiere an. Sie können lernen, wo sich Menschen bewegen und gewöhnen sich gut an regelmäßige Aktivitäten – am selben Ort und zur selben Zeit.
Mit dem Vierbeiner in der Natur unterwegs zu sein, macht Spaß. Doch welche Auswirkungen kann das auf Wildtiere haben?
Frei laufende Hunde werden von vielen Wildtierarten als Bedrohung wahrgenommen. Dadurch steigt ihr Stresslevel an und sie flüchten Strecken von bis zu mehreren Kilometern. Werden Wildtiere aus sensiblen Bereichen wie Nistplätzen oder Futterzonen vertrieben, kann das zu Brutabbrüchen und vermindertem Fortpflanzungserfolg führen. Insbesondere für bodenbrütenden Vögel, wie dem Auerhuhn, kann dies drastische Folgen haben. Im Winter bedeutet eine Flucht vor einem Hund für Wildtiere eine besonders große Gefahr. Die bei der Flucht verbrauchte Energie kann mit dem kargen Nahrungsangebot nur schwer wieder aufgefüllt werden.
Wildtiere nehmen Hunde über ihre gut ausgeprägten Sinne wahr und erkennen dabei schnell, ob der Hund angeleint ist. Indem du deinen Hund anleinst, trägst du zu einem stressfreien Miteinander von Mensch und Wildtieren bei.
Weitere Informationen zum Thema Hunde findest du in diesem Flyer: Shit happens
Genieße unberührte Natur und hilf mit, sie zu bewahren: Nimm alles, was du mitbringst – auch Bioabfälle – wieder mit.
Für Wildtiere ist es notwendig, dass in ihrem Lebensraum kein Müll herumliegt!
Warum? Essensreste oder Verpackungen können von den Tieren für Nahrung gehalten werden. Wenn sie Plastik, Folien oder Metallteile fressen, kann das zu schweren Verletzungen führen. Außerdem können Tiere aufgrund von Schadstoffen gefährliche Verdauungsprobleme oder Vergiftungen bekommen.
Neben möglichen Schnittwunden durch Scherben, Dosen oder Schnüre, zieht der Müll Tiere in die Nähe von Menschen und Straßen. Hierdurch wird das Risiko von Verkehrsunfällen erhöht. Und nicht zuletzt zersetzen sich die verschiedenen Müllarten teilweise nur sehr langsam und verändern Lebensräume – von der Bodenqualität bis zur Wasserbelastung – und vermindern somit die Lebensqualität der Wildtiere.
Wildtiere können Gleitschirmflieger leicht mit natürlichen Feinden (z.B. Greifvögeln) verwechseln. Das löst Stress und Fluchtreaktionen aus, die viel Energie kosten. Im schlimmsten Fall werden Tiere aus ihrem Gebiet vertrieben.
Im Fels finden Uhu, Falken, Kolkrabe und Felsenschwalbe sowie die Gams Schutz und Zuflucht. Jede neue Kletterroute verkleinert jedoch diese Lebensräume.
Auf dem Fahrrad kannst du zu einem harmonischen Miteinander beitragen. Mit ein bisschen Rücksicht vermeidest du Stress und Gefahren für Mensch und Wildtier.
Beim Trailrunning auf kleinen Pfaden bist du der Natur besonders nah. Damit dein Lauf im Einklang mit Flora und Fauna bleibt, helfen dir unsere Tipps:
Übernachten im Wald ist ein besonderes Naturerlebnis. Am verträglichsten für Natur und Tiere ist es, Trekkingcamps zu nutzen.
Wenn du aufmerksam durch die Natur wanderst, kannst du mit ein bisschen Glück das ein oder andere Wildtier beobachten.
Flüsse und Seen sind wertvolle Lebensräume. Kies-, Sand- und Schlammbänke dienen vielen Vögeln als Rastplätze, seichte Gewässer mit Wasserpflanzen sind Laichgebiete für Fische, Amphibien und Schnecken.
Das Naturerlebnis im verschneiten Winter hat einen ganz besonderen Zauber. Vom Weg oder der Piste aus kannst du Spuren von verschiedenen Wildtieren beobachten. Beim Wintersport ist es besonders wichtig, auf Wildtiere Rücksicht zu nehmen, da die Nahrung knapp ist und möglichst viel Energie gespart werden muss.
Drohnen können von Wildtieren als Gefahr wahrgenommen werden, da die Drohne auf sie wie ein Greifvogel wirkt. Dies kann zu Fluchtreaktionen oder verändertem Verhalten führen. In vielen Schutzgebieten ist es nicht erlaubt, deine Drohne fliegen zu lassen.
Wildtiere können Gleitschirmflieger leicht mit natürlichen Feinden (z.B. Greifvögeln) verwechseln. Das löst Stress und Fluchtreaktionen aus, die viel Energie kosten. Im schlimmsten Fall werden Tiere aus ihrem Gebiet vertrieben.
Im Fels finden Uhu, Falken, Kolkrabe und Felsenschwalbe sowie die Gams Schutz und Zuflucht. Jede neue Kletterroute verkleinert jedoch diese Lebensräume.
Auf dem Fahrrad kannst du zu einem harmonischen Miteinander beitragen. Mit ein bisschen Rücksicht vermeidest du Stress und Gefahren für Mensch und Wildtier.
Auf dem Pferd kannst du die Natur besonders gut erfahren. Oft entdeckst du mehr Wildtiere, da der Pferdegeruch deinen eigenen überdeckt.
Beim Trailrunning auf kleinen Pfaden bist du der Natur besonders nah. Damit dein Lauf im Einklang mit Flora und Fauna bleibt, helfen dir unsere Tipps:
Übernachten im Wald ist ein besonderes Naturerlebnis. Am verträglichsten für Natur und Tiere ist es, Trekkingcamps zu nutzen.
Wenn du aufmerksam durch die Natur wanderst, kannst du mit ein bisschen Glück das ein oder andere Wildtier beobachten.
Flüsse und Seen sind wertvolle Lebensräume. Kies-, Sand- und Schlammbänke dienen vielen Vögeln als Rastplätze, seichte Gewässer mit Wasserpflanzen sind Laichgebiete für Fische, Amphibien und Schnecken.
Das Naturerlebnis im verschneiten Winter hat einen ganz besonderen Zauber. Vom Weg oder der Piste aus kannst du Spuren von verschiedenen Wildtieren beobachten. Beim Wintersport ist es besonders wichtig, auf Wildtiere Rücksicht zu nehmen, da die Nahrung knapp ist und möglichst viel Energie gespart werden muss.