Neue beWild-Guides ausgebildet

Ehrenamtliche vermitteln Wildtierwissen und werben für Rücksicht in der Natur

Feldberg/Stuttgart: Wie gelingt es, die Natur zu genießen, ohne Wildtiere zu stören? Auf diese Frage geben künftig 16 neu ausgebildete beWild-Guides im Südschwarzwald und in den Partnerregionen von bewusstWild Antworten. Die Guides wurden im Frühjahr 2026 erfolgreich ausgebildet und verstärken künftig das Bildungsangebot rund um wildtierfreundliches Verhalten in der Natur im Südschwarzwald und ganz Baden-Württemberg.


Die neuen Guides sind naturbegeisterte Menschen, die ihr Wissen über heimische Wildtiere weitergeben und für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und deren Tierwelt sensibilisieren möchten. Sie arbeiten für und mit der Initiative bewusstWild, die auf positive Naturerlebnisse, Perspektivwechsel und anschauliche Vermittlungsformate setzt. Durch Bildungsangebote und Öffentlichkeitsarbeit soll das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Wildtieren in der Bevölkerung geschärft und naturverträgliches Verhalten gefördert werden.


Künftig übernehmen die 16 Guides vielfältige Aufgaben: Sie führen öffentliche Wanderungen, besuchen als Bildungsreferenten Kindergärten und Grundschulen und tragen die Botschaften von bewusstWild als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in die Region. Ziel ist es, Wissen über Wildtiere zu vermitteln und gleichzeitig für ein rücksichtsvolles Verhalten bei verschiedenen OutdoorAktivitäten im Lebensraum von Reh, Luchs, Dachs und Co. zu sensibilisieren.


In der theoretischen Ausbildung wurde zunächst Wissen zur Ökologie, Lebensweisen und Störempfindlichkeit der heimischen Wildtiere vermittelt. Die beWild-Guides erfuhren, wie Rehe auf Störungen reagieren. Sie fliehen kurze Distanzen, bleiben stehen und schauen sich um, um zu prüfen, ob die Gefahr vorbei ist. Hirsche hingegen flüchten, wenn sie einmal losgelaufen sind, teilweise kilometerweit.
Am Praxistag auf dem Feldberg erprobten die angehenden Guides voller Freude und Neugier verschiedene Methoden der Umweltbildung. Mit Materialien wie Fährtenstempeln und interaktiven Übungen entwickelten sie Ansätze, um komplexe Inhalte verständlich und erlebnisorientiert zu vermitteln.

Unter den Teilnehmenden der Ausbildung war die Begeisterung groß: „Die Mischung aus Fachwissen und praktischen Methoden hat mir gezeigt, wie ich komplexe Themen anschaulich vermitteln kann und wie viel Freude es macht, andere für die Natur zu begeistern“, resümierte Nadine Erath die Fortbildungstage. Als sportbegeisterte Wildtierökologin liegt es ihr besonders am Herzen zu zeigen, dass die Natur mehr ist als eine Kulisse oder „Sportgerät“. Natur ist Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Als beWild-Guide möchte sie Menschen dafür sensibilisieren und zeigen, dass sich Naturgenuss und Rücksichtnahme gut miteinander verbinden lassen.
Nach erfolgreichem Abschluss erhielten alle Teilnehmenden das beWild-Guide-Zertifikat und sind damit offiziell als beWild-Guides qualifiziert.

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